Pflanzen

Was soll das Leuchten?

Für das Leuchten gibt es ganz unterschiedliche Gründe.

Einige Tiere, wie zum Beispiel Tiefseefische, benutzen das Leuchten für die Jagd nach Beute. In der Dunkelheit fallen die hellen Lichtsignale besonders auf und können unvorsichtige kleine Fische, die selber auf Futter hoffen, ins Verderben locken. Diese Tiefseefische sind oft sehr bizarr aussehende Kraturen mit halb durchsichtigen Körpern und überproportional grossen Mäulern, damit sie auch sehr grosse Beutetiere verschlucken können. Die extremen Lebensbedingungen der Tiefsee haben dafür gesorgt, dass die Fische seltsame Anpassungen vornehmen mussten. Die Fähigkeit, im Dunkeln zu leuchten, mag eine davon sein.
Einer der seltsamsten Fische, der mit diesem Trick Beute anlockt, ist der Anglerfisch. Er trägt sein lockendes Licht am Ende eines langen Auswuchses auf seinem Kopf - somit kann das Leuchten genau wie der Köder einer Angel vor seinem Maul pendeln und er braucht quasi nur noch zuschnappen.

Einige Arten von den winzigen Ruderfußkrebse im Meer (Copepoden) können leuchtende Substanzen ausstoßen, die dann einen Nebel um sie bilden und sie vor Feinden verbergen - für sie ist das Licht eine Tarnung oder auch Abschreckung.

Andere Tiere setzen ihr Leuchten zu liebevolleren Zwecken ein: sie gehen damit auf Partnersuche. Bei einige Fische und Kalmaren zeichnen die Leuchtorgane ganz spezielle Muster auf den Körper, die es einem potentiellen Partner auch in der Dunkelheit des Meeres ermöglichen, ihn zu erkennen und zu finden.

Bei einigen Organismen - wie zum Beispiel Korallen oder Einzellern im Meer - weiß man dagegen nicht, weswegen sie leuchten. Vielleicht ist das Licht hier nur ein Nebenprodukt des Stoffwechsels.