Pflanzen

Wer leuchtet denn da?

Biolumineszenz kommt bei ganz verschiedenen Tieren und Pflanzen vor.
Viele von ihnen leben im Meer. Gerade in der Tiefsee, in die sich niemals ein Strahl der Sonne verirrt, leben die lichtstärksten Strahler: der Schein des Laternenfisches ist noch in 30 Metern Entfernung zu erkennen.
Tintenfische, marine Würmer und Quallen haben ebenfalls Zellen und Gewebe, in denen chemische Leuchtreaktionen ablaufen - die Rippenquallen der Gattung Beroe haben zum Beispiel leuchtende Punkte, mit denen sie Feinde abschrecken wollen, wenn sie gestört werden - zugleich dienen sie zum Anlocken von Beute, die in diesem Fall aus anderen Rippenquallen besteht.

Dass auch die kleinsten leuchtenden Wesen großen Eindruck machen können, beweisen die Dinoflagellaten, winzige, einzellige Meeresbewohner, die bei Störungen kleine Lichtblitze aussenden. Wenn sie in großer Zahl auftreten, erzeugen sie das sogenannte Meeresleuchten in tropischen und subtropischen Gebieten.

Höher entwickelte Leuchttiere, wie Insekten oder Fische, haben spezielle Leuchtorgane, in denen das Licht verstärkt und durch Farbpartikel eingefärbt wird. Einige Tiere können ihr Licht durch Nervenimpulse sogar ein- und ausschalten.

Besonders trickreich sind einige Fische und Garnelen - sie leuchten gar nicht selber, sondern haben in bestimmten Körperfalten oder Hauttaschen leuchtende Bakterien gesammelt, die nun wie ein Teil ihres eigenen Körpers wirken und für sie Licht spenden. Diese Tiere sind manchmal so eng mit den Leuchtbakterien verbunden, dass sie - wie bei den Feuerwalzen - einige der Bakterien durch Hilfszellen an ihren Eiern sogar an ihre Nachkommen weitergeben.

In tropischen Wäldern gibt es Pilze, die einen kräftigen, grünen Schimmer abgeben - die Leuchtkraft ist so stark, dass man die zerdrückten Pilze sogar dazu benutzen kann, mit ihnen glühende Bemalungen zu machen.